
Herbst & Winter 25/26
Heimweh
Schon die alten Griechen ... Das Wort Heimweh stammt von der ursprünglichen Bedeutung der Nostalgie (griechisch nostos ‚Heimkehr‘ und algos ‚Schmerz‘). Bereits in Homers Odyssee wird das Wort verwendet, um das Gefühl einer besonderen Art schmerzlicher Sehnsucht zu beschreiben.
Die enthaltenen Texte sind inspiriert von dem schwedischen Gedicht Omkring tiggarn från Luossa, geschrieben von Dan Andersson im Jahr 1917, nun bearbeitet von ChatGPT. Das Originalgedicht ist gemeinfrei. Die enthaltenen Gedichte sind eine moderne Umschreibung und kein direktes Zitat.
Die Bilder im Katalog wurden im Heimatmuseum Åsgårdarna in Säter, Dalarna, aufgenommen. Wir danken Kurt Fosselius für das Vertrauen und dafür, dass er uns den Besuch dieser schönen, historischen Häuser ermöglichte.




Es gibt etwas jenseits der Berge,
jenseits der Blumen und des Gesangs,
es gibt etwas hinter den Sternen,
hinter meinem heißen Herzen.
Hörst du etwas gehen und flüstern
im stillen, sanften Rauschen?
Es ist etwas, das zum Schweigen gebracht wird
und das nicht gesagt werden kann.
Es ist etwas, das mich sucht
– im Gesuchten niemals gefunden –
es ist etwas, das mit mir spielt
– in meinem Herzen, verborgen und heiß.



Es ist etwas, das ich besitzen möchte
ohne dass es erworben werden kann,
es ist etwas, das ich sagen möchte
aber das nicht anerkannt wird.
Es ist etwas, das ich dir geben möchte
das nur das Leben verlieren kann,
es ist etwas, das ich nennen möchte
auf dessen Antwort ich niemals warte.
Es ist etwas, das töten soll,
es ist etwas, das werden soll,
es ist etwas in meiner Seele, das
nach der Antwort des Universums ruft.

Es gibt etwas, das jenseits ist
aller Himmel, aller Sterne,
es gibt etwas dahinter,
hinter dem, was wir unser nennen.
Es gibt etwas in uns, das
uns fern ist wie ein Vogel,
es gibt etwas hinter den Dingen,
etwas jenseits von dem, was wir erreichen.




Heimweh
Zuhause ist nicht immer der Ausgangspunkt, sondern der Ort, an dem wir uns zur Ruhe kommen. Ein Ort, der nicht in Meilen gemessen wird, sondern in Atemzügen, die die Brust entspannen. Dort muss der Blick nicht wachen, hier kann das Herz schlagen, ohne sich zu verstecken.
Ohne Eile atmen, ohne Ansprüche in den Spiegel schauen, spüren, dass jeder Schritt uns uns selbst näher bringt. Zuhause ist, wenn sich Einsamkeit nicht mehr wie Leere anfühlt, sondern wie eine stille Umarmung.
Eines Tages wird uns klar, dass Heimweh nie eine Richtung war – es war eine Bewegung nach innen. Und dann, mitten in der Stille, hören wir die warme, sichere Stimme, die sagt:
„Du bist jetzt zu Hause.“


